Flugpersonal auf die Schiene

Kundenbetreuerin im Nahverkehr (KiN), Foto: Deutsche Bahn

Das Ende der Krise in der Luftfahrt ist noch nicht absehbar, die Bahnunternehmen brauchen Personal: Nicht nur Flugbegleiter suchen dshalb ihr Heil auf der Schiene.

Die Corona-Pandemie hat der kommerziellen Luftfahrt einen schweren Schlag versetzt. Das kostet Arbeitsplätze und die eine oder andere Airline wohl auch die Existenz. Allein die Lufthansatöchter Germanwings und Sunexpress hätten bei ihrer Pleite 1.300 Flugbegleiter freigesetzt, berichtet das Portal Airliners.de. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des fliegenden Personals suchen derzeit am Boden einen neuen Anfang.

Dort sind die Chancen sehr viel besser. Allein die Deutsche Bahn suche in diesem Jahr konzernweit 18.000 neue Fachkräfte, berichtet Airliners weiter. Nach einer dreimonatigen Umschulung können Stewards und Stewardessen den Schaffnerdienst antreten. Gefragt sind aber nicht nur ehemalige Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter. Die Deutsche Bahn hat erste Flieger für die Führerstände ihrer ICE-Flotte angeworben.

Doch auch die Wettbewerber der Deutschen Bahn brauchen dringend Fachkräft. So braucht die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) allein am Standpunkt Brandenburg an der Havel 150 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2022 übernimmt die ODEG die Regionalstrecke RE1 von Magdeburg über Berlin nach Eisenhüttenstadt von der Deutschen Bahn. Für den Betrieb dieser wichtigsten Regionalstrecke fehlt es aktuell an Zügen und Personal.

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