ÖPNV-Lücken on Demand schließen?

55 Millionen Bundesbürger auf dem Land haben keinen Zugang zu einem alltagstauglichen ÖPNV-Angebot. Das ergab eine Studie der DB-Tochter ioki. Die Lücken könnten mit On-Demand-Nachverkehrsangeboten geschlossen werden. Doch auch die entstehen bisher nur in den Ballungsräumen.

Dabei seien das Problem nicht der Bus Stop im Dorf. Das Haltestellennetz sei deutschlandweit „dicht“, heißt es in der Mitteilung von ioki. Doch weniger als die Hälfte der Haltestellen auf dem Land würden mehr als zweimal pro Stunde bedient. Hingegen hätten 90 Prozent der Großstadtbewohnerinnen und Großstadtbewohner mindestens einen Stundentakt. Dieses Stadt-Land-Gefälle bestehe derzeit auch bei neuen Mobilkitätsangeboten, teilt die Bahntochter mit: Über 90 Prozent der On-Demand-Angebote, Leihräder und E-Scooter befänden sich in den Zentren der Großstädte. Nur fünf Prozent der Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnerinnen und Einwohnern hätten mindestens ein On-Demand- oder Sharing-Angebot.

Personalmangel legt Bahnstrecke lahm

Zwischen Staßfurt und Nordhausen in Thüringen müssen Bahnreisende dieses Wochenende den Bus nehmen. Das berichtet die Thüringer Allgemeine. Grund: Die Deutsche Bahn kann nicht alle Stellwerke in Thüringen besetzen. Personalmangel. Wer noch an der Dramatik des Fachkräftemangels gezweifelt hat, sollte spätestens jetzt ins Grübeln kommen.

Flugpersonal auf die Schiene

Kundenbetreuerin im Nahverkehr (KiN), Foto: Deutsche Bahn

Das Ende der Krise in der Luftfahrt ist noch nicht absehbar, die Bahnunternehmen brauchen Personal: Nicht nur Flugbegleiter suchen dshalb ihr Heil auf der Schiene.

Die Corona-Pandemie hat der kommerziellen Luftfahrt einen schweren Schlag versetzt. Das kostet Arbeitsplätze und die eine oder andere Airline wohl auch die Existenz. Allein die Lufthansatöchter Germanwings und Sunexpress hätten bei ihrer Pleite 1.300 Flugbegleiter freigesetzt, berichtet das Portal Airliners.de. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des fliegenden Personals suchen derzeit am Boden einen neuen Anfang.

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Bahn häuft weiter Schulden an

Der Schuldenberg der Deutschen Bahn steigt weiter, warnt der Bundesrechnungshof. Bahn und Politik stehen unter Druck. Das könnte ausgerechnet einen Manager den Job kosten, dessen Vertrauenshältnis zum Bundesverkehrsministerium bisher als ungetrübt galt.

Mit Richard Lutz erhielt die Deutsche Bahn 2017 einen Vorstandsvorsitzenden, der den Konzern und vor allem dessen Finanzen aus dem Effeff kennt. 1994 wurde er Controller und übernahm 2003 die Leitung des Konzerncontrollings. Und vielleicht liegt es ja daran, dass sich Lutz damals geweigert haben den Chefposten bei DB zu übernehmen. Denn nicht einmal Richard Lutz hat die finanzielle Schieflage des Konzerns ändern. Wir erinnern uns: 2019 hat der Bundesrechnungshof die 1993 eingeleitete Bahnreform für gescheitert erklärt. Grund: Der Schuldenberg der Bahn hat sich in der Folge der Privatisierung nicht verringert, sondern ist gewachsen.

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Kampf um die Bahn

Die Grünen wollen die Deutsche Bahn zerschlagen. Das Schienennetz soll vom Bahnbetrieb getrennt werden. Doch der Vorschlag hat mächtige Gegenstimmen.

Eine neue gemeinwohlorientierte Gesellschaft „DB-Infrastruktur“ soll den Ausbau des Schienennetzes beschleunigen. Das schlagen die Grünen vor. Das neue Unternehmen soll mit Geldern aus einem staatlich geförderten Fonds den Gleisausbau vorantreiben. Nur ddie Trennung des Netzes vom Rest des Bahngeschäftes (dann: DB-Transport) garantiere, dass Fördergelder auch tatsächlich beim Schienenausbau ankommen, erklärte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter im Tagesspiegel.

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Milliarden für die Bahn wegen Coronakrise – aber für welche Bahn?

Bündel Geldscheine, Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

Die Bahn leidet unter der Corona-Pandemie, weil die Fahrgäste ausbleiben. Jetzt braucht sie staatliche Unterstützung. Die wird sie wohl auch bekommen. Doch die Verluste in der Pandemie teilt sie mit ihren Wettbewerbern, die bei den Hilfszahlungen nicht übergangen werden sollten. Sonst sei der Wettbewerb auf der Schiene in Gefahr, kommentiert das Handelsblatt. (Foto: Timo Klostermeier/pixelio.de)

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Corona-Update der Bahn

Die Deutsche Bahn hat ein Update für ihre Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus Covid-19 veröffentlicht. Die Bahn empfiehlt darin neben das Online-Ticket beziehungsweise den Ticketkauf über die App DB-Navigator. Außerdem rät das Unternehmen seinen Reisenden den Komfort Check-In, mit dem Reisende die Fahrkartenkontrolle selbst durchführen können. Eine Kontrolle durch den Zugbegleiter erübrigt sich dadurch. Um ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen Reisenden einhalten zu können, dürfen Reisende ihre Sitzplatz jetzt frei wählen – unabhängig von einer Reservierung. Wer seine Reise wegen Schutzmaßnahmen gegen Corona nicht antreten kann, dürfe die Reise flexibel verschieben, verspricht die Bahn. Wer das nicht einrichten kann, soll ein Online-Ticket unter Angabe von Nachnamen und Auftragsnummer selbst stornieren können. Die Bahn verspricht einen Gutschein im Wert des Fahrpreises per E-Mail. Das Unternehmen betont, dass dies Sonderkulanzen im Zuge der Coronakrise sind und verweist auf sien Informationsangebot unter bahn.de/corona.

 

Die Bahn und Corona

Fahrkartenkontrolle nur noch auf Sicht, in den Bordrestaurants nur noch Selbstbedienung und vorerste keine Kinderbetreuung in Fernzügen. Das sind nur einige Maßnahmen, mit denen die Deutsche Bahn ihre Mitarbeitenden und Reisenden vor einer Ansteckung mit Covid-19 schützen will, dem sogenannten Coronavirus.

Plexiglasscheiben und Abstandsmahnungen vor den Schaltern zählen in Bahnhöfen ebenso zum Bild wie in Bahnhöfen. In den Zügen ergreift die Bahn weiter Vorsichtsmaßnahmen. So sollen Zugbegleiter Tickets nur noch auf Sicht kontrollieren, die Fahrscheine aber selbst nicht mehr in die Hand nehmen. Dass die Zeitungen im Zug entfallen, wird wohl nur den Fahrgästen in der 1. Klasse auffallen. Familien werden die Kinderbetreuung in den Fernzügen vermissen. außerdem entfällt das Kinderbegleitungsangebot „Kids on Tour“ der Deutschen Bahn und der Bahnhofsmission. Dies sei vor allem der Tatsache geschuldet, dass 75 Prozent der Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission über 50 seien. 30 Prozent seien sogar älter als 70 Jahre und zählten damit zu einer Risikogruppe, heißt es in den Informationen zu Corona, die die Bahn online veröffentlicht hat.

Weicher sitzen im ICE

Neue weichere Sitze im ICE

Foto: Deutsche Bahn

Weichere Sitze in allen ICE 4 und den modernisierten ICE 3: Das verspricht die Bahn dieser Tage. Das neue Sitzgestühl soll das Reisen bequemer machen. Und noch weitere Neuigkeiten hat der Konzern für seine Kunden: So sollen Chatbots den Kundensupport verbessern, Die Bahn will Umstéiger digital auf schnellstem Weg zum richtigen Zug leiten, und sie will Angebote ihrer Partner im ÖPNV besser integrieren. Auf andere dringend notwendige Innovationen muss der Reisende weiter warten. Weiterlesen →

25 Jahre Bahnreform: eine Erfolgsgeschichte

Die Anstalt vom 29.01.2019 | ZDF