Milliarden für die Bahn wegen Coronakrise – aber für welche Bahn?

Bündel Geldscheine, Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

Die Bahn leidet unter der Corona-Pandemie, weil die Fahrgäste ausbleiben. Jetzt braucht sie staatliche Unterstützung. Die wird sie wohl auch bekommen. Doch die Verluste in der Pandemie teilt sie mit ihren Wettbewerbern, die bei den Hilfszahlungen nicht übergangen werden sollten. Sonst sei der Wettbewerb auf der Schiene in Gefahr, kommentiert das Handelsblatt. (Foto: Timo Klostermeier/pixelio.de)

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Corona-Update der Bahn

Die Deutsche Bahn hat ein Update für ihre Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus Covid-19 veröffentlicht. Die Bahn empfiehlt darin neben das Online-Ticket beziehungsweise den Ticketkauf über die App DB-Navigator. Außerdem rät das Unternehmen seinen Reisenden den Komfort Check-In, mit dem Reisende die Fahrkartenkontrolle selbst durchführen können. Eine Kontrolle durch den Zugbegleiter erübrigt sich dadurch. Um ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen Reisenden einhalten zu können, dürfen Reisende ihre Sitzplatz jetzt frei wählen – unabhängig von einer Reservierung. Wer seine Reise wegen Schutzmaßnahmen gegen Corona nicht antreten kann, dürfe die Reise flexibel verschieben, verspricht die Bahn. Wer das nicht einrichten kann, soll ein Online-Ticket unter Angabe von Nachnamen und Auftragsnummer selbst stornieren können. Die Bahn verspricht einen Gutschein im Wert des Fahrpreises per E-Mail. Das Unternehmen betont, dass dies Sonderkulanzen im Zuge der Coronakrise sind und verweist auf sien Informationsangebot unter bahn.de/corona.

 

Die Bahn und Corona

Fahrkartenkontrolle nur noch auf Sicht, in den Bordrestaurants nur noch Selbstbedienung und vorerste keine Kinderbetreuung in Fernzügen. Das sind nur einige Maßnahmen, mit denen die Deutsche Bahn ihre Mitarbeitenden und Reisenden vor einer Ansteckung mit Covid-19 schützen will, dem sogenannten Coronavirus.

Plexiglasscheiben und Abstandsmahnungen vor den Schaltern zählen in Bahnhöfen ebenso zum Bild wie in Bahnhöfen. In den Zügen ergreift die Bahn weiter Vorsichtsmaßnahmen. So sollen Zugbegleiter Tickets nur noch auf Sicht kontrollieren, die Fahrscheine aber selbst nicht mehr in die Hand nehmen. Dass die Zeitungen im Zug entfallen, wird wohl nur den Fahrgästen in der 1. Klasse auffallen. Familien werden die Kinderbetreuung in den Fernzügen vermissen. außerdem entfällt das Kinderbegleitungsangebot “Kids on Tour” der Deutschen Bahn und der Bahnhofsmission. Dies sei vor allem der Tatsache geschuldet, dass 75 Prozent der Ehrenamtlichen der Bahnhofsmission über 50 seien. 30 Prozent seien sogar älter als 70 Jahre und zählten damit zu einer Risikogruppe, heißt es in den Informationen zu Corona, die die Bahn online veröffentlicht hat.

Weicher sitzen im ICE

Neue weichere Sitze im ICE

Foto: Deutsche Bahn

Weichere Sitze in allen ICE 4 und den modernisierten ICE 3: Das verspricht die Bahn dieser Tage. Das neue Sitzgestühl soll das Reisen bequemer machen. Und noch weitere Neuigkeiten hat der Konzern für seine Kunden: So sollen Chatbots den Kundensupport verbessern, Die Bahn will Umstéiger digital auf schnellstem Weg zum richtigen Zug leiten, und sie will Angebote ihrer Partner im ÖPNV besser integrieren. Auf andere dringend notwendige Innovationen muss der Reisende weiter warten. Weiterlesen →

25 Jahre Bahnreform: eine Erfolgsgeschichte

Die Anstalt vom 29.01.2019 | ZDF

Bundesrechnungshof: Bahnreform gescheitert

Die Bahnreform von 1993/94 ist gescheitert. Zu diesem Urteil kommt der Bundesrechnungshof in einem Sonderbericht vom 17. Januar 2019. Weder hat die Bahn ihren Anteil am Verkehrsaufkommen vergrößern können, noch wurde der Bund finanziell entlastet. Kritik übt der Rechnungshof vor allem am Bund, der seine Lenkungsfunktion vernachlässigt habe, heißt es in dem Bericht.

Marktanteil der Bahn geschrumpft, kaum Wettbewerb

Mehr Verkehr auf die Schiene und weniger Lasten für den Bundeshaushalt. Diese Ziele standen 1993 hinter den Plänen für eine Privatisierung der Bahn. Dafür änderte der Bundestag das Grundgesetz, und dafür entschuldete der Bund die Bahn, die 1994 ohne Altlasten als Wirtschaftsunternehmen entstand. 25 Jahre später bezeichnet der Bundesrechnungshof die Reform als gescheitert. Weiterlesen →

Berlin-Brandenburg: Bahn verliert RE1

Fahrende S-Bahn

Deutsche Bahn verliert bedeutendste Regionalbahnstrecke in Berlin-Brandenburg an die ODEG. Ergebnis einer Ausschreibung, in der auch qualitative Faktoren eine Rolle spielten.

 

Die Deutsche Bahn verliert die bedeutendste Regionalbahnlinie in Berlin-Brandenburg. Ab 2022 bedient der Bahnkonkurrent ODEG (Ostdeutsche Einsenbahngesellschaft) die Linie RE 1 von Magdeburg nach Eisenhüttensstadt und Cottbus. Im Gegenzug verliert die Odeg die Linie RE2 von Wismar nach Cottbus. Die Neuordnung der Bahnlinien ist das Ergebnis einer Ausschreibung, die 2009 startete. Damals schrieb der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) in einer bundesweit aufsehenerregenden Aktion seine 16 Regionalbahnstrecken in vier Losen aus. Dadurch schloss der Verbund aus, dass ein Anbieter alle Strecken bekommen konnte.

Kommentar
Die Reisenden werden den Wechsel ab 2022 wohl nur an der Farbe der Züge bemerken. Von den wichtigsten Neuerungen werden die Pendler möglicherweise schon vorher profitieren. So hat der VBB festgelegt, dass die Fahrgäste auf allen Regionalstrecken ein für sie kostenloses WLAN vorfinden müssen, mit Zugriff auf digitale Reiseinformationen. Die Zahl der Fahrradplätze hat der Verbund ebenso festgelegt wie die Zahl der Sitzplätze – mit einem deutlichen Plus für die Reisenden. Die Neuordnung ist ein deutliches Zeichen, dass die Politik die Bedeutung des Bahnverkehrs in Berlin und Brandenburg erkannt hat und stärker als bisher gestalten will. Und das nützt am Ende den Fahrgästen.

 

Bald wieder Bahnverbindung Berlin – Wien?

Leo Express in Prag. (Jan Pólak/CC BY-SA 3.0

Leo Express in Prag. (Jan Pólak/CC BY-SA 3.0)

Seit dem Ende des legendären multinationalen Vindobona gibt es keine direkte Zugverbindung zwischen Berlin und Wien. Das tschechische Bahnunternehmen Leo Express will diese Lücke wohl demnächst schließen. Das berichtet die Berliner Zeitung. Leo Express habe die tschechische Bahnregulierungsbehörde ÚPDI entsprechend informiert, schreibt die Zeitung. Weiterlesen →

Kostenloser Nahverkehr: Wirklich zu teuer?

Berliner S-Bahn

Foto: Deutsche Bahn

Bevor der kostenlose Nahverkehr in Deutschland seinen Testlauf beginnt, hagelt es Kritik: Das sei zu teuer. Eine Studie der Uni Kassel hat jetzt ergeben: Am höchsten subventionieren die Kommunen den Autoverkehr.

Kostenloser Nahverkehr: Damit will die Bundesregierung die Luft in deutschen Städten verbessern und in letzter Minute Dieselfahrverbote abwenden. In mehreren deutschen Städten soll es dazu Pilotprojekte geben. Ganz neu ist die Idee nicht. Weiterlesen →

Flixbus verhilft Locomore-Zug zum Neustart

Foto: Flixbus

Flixbus verkauft Tickets für den Locomore-Zug. Das tschechische Verkehrsunternehmen LEO Express ist neuer Betreiber der Zugverbindung zwischen Stuttgart und Berlin. Die Deutsche Bahn muss sich auf der attraktiven Nordost-Südwest-Verbindung auf einen Preiskampf einrichten. Beispiel: Ich hätte am heutigen Freitag um 20 Uhr für morgen Nachmittag eine Fahrt von Berlin HBF nach Kassel-Wilhelmshöhe für 9,90 Euro buchen. Bei der Bahn wäre die Fahrt am selben Tag nicht unter 59,90 Euro zu haben. Weiterlesen →